de
  • DE
  • EN
  • NL
  • IT
  • ES
  • FR
  • CS
  • RU
  • HU
  • RO
  • PL

Lorch macht Druck und mächtig SPEED

Bei GOH in Dreis-Tiefenbach und Stadtallendorf dreht sich alles um Druck und Dichtigkeit in kompromisslos hoher Qualität. An den beiden Standorten produzieren rund 85 Mitarbeiter hochwertige Behälter- und Rohrleitungskomponenten für Anlagenbauer, führende Unternehmen der Druckluftaufbereitung, die chemische Industrie und die Luftfahrt. Aufgrund der hohen Anforderungen an die Qualität der Schweißungen sah sich GOH dazu gezwungen, die in die Jahre gekommenen Schweißanlagen durch moderne, fortschrittliche Technik zu ersetzen. Zu diesem Zweck hat sich GOH intensiv im Markt umgesehen – und sich letztendlich voller Überzeugung für eine smarte Schweißlösung von Lorch entschieden.

Herausforderung

Bei GOH entstehen jedes Jahr bis zu 250 Druckbehälter. Darunter viele individuelle Kundenlösungen wie zum Beispiel die Behälter für die größte Druckluftaufbereitungsanlage Europas, mit einer Leistung von 95.000 m3 gereinigter Luft in der Stunde. Die aus Edelstahl und Kohlenstoffstahl hergestellten Behälter weisen eine Blechstärke von bis zu 120 mm auf und müssen Drücken von bis zu 1.000 bar standhalten. Eine enorme Herausforderung an die Qualität jeder einzelnen Schweißnaht. Bei manuell erstellten Schweißverbindungen kommt es zudem auf absolute Porenfreiheit und ein optimales Nahtbild an. Nicht umsonst unterzieht GOH alle Behälter vor der Auslieferung einer Wasserdruckprüfung. Viele Schweißnähte werden zudem einer Ultraschall- bzw. Röntgenprüfung unterzogen. Die Wurzelschweißnähte der verarbeiteten Rundprofile bei GOH wurden bisher mittels WIG geschweißt, da WIG eine ausgesprochen porenfreie Fügung des Werkstoffs ermöglicht. Allerdings mit dem Nachteil, dass der Schweißprozess sehr langsam vonstattengeht. Gefragt waren also nicht nur absolut saubere Nähte, sondern auch eine merkliche Erhöhung der Schweißgeschwindigkeit und damit der Produktivität.

Laden Sie hier den kompletten Anwendungsbericht herunter:

GOH

SMARTE LÖSUNG VON LORCH: MIG-MAG-SCHWEISSANLAGEN MIT SPEEDPULSE UND SPEEDARC

Bisher galt MAG-Schweißen im Rohrleitungs-/Behälterbau eher als verpönt, da der Tropfenübergang vermeintlich nicht so sauber war. Speziell für diesen Zweck hat Lorch „SpeedRoot“ entwickelt und bei GOH zur Anwendung gebracht. Dabei handelt es sich um ein MIG-MAG-Verfahren auf Basis der S-SpeedPulse-Anlagen, das eine WIG-ähnliche Wurzelnahtqualität mit den MIG-MAG-Geschwindigkeitsvorteilen kombiniert.

Heute spannt der Schweißer bei GOH die Rundteile in wenigen Minuten auf den Tisch. Dann stellt er die passenden Schweißparameter wie Werkstoff und Drahtstärke an der intuitiv zu bedienenden Lorch Steuerung ein und schon  kann der Brennvorgang mit der richtigen Stromstärke und dem passenden Argon-CO2-Gasgemisch beginnen. Der Schweißer bringt sich optimal am Bauteil in Position und braucht nur noch loszuschweißen. Von Anfang an gelingt jede Naht wie gewünscht.

Das SpeedRoot-Verfahren bedeutet ein kaltes Schweißen und dadurch geht es bei Wurzelnähten viel schneller. Für einen Behälter-Rohrstutzen, der vorher beim WIG-Schweißen noch 12 Minuten dauerte, stehen heute dank SpeedRoot nur noch 8 Minuten auf der Uhr. Aber nicht nur das: Wurden früher noch bis zu drei Schweißgeräte am Arbeitsplatz für die verschiedenen Nahtlagen mit mehreren Drähten sowie Gasgemischen benötigt, so kommt man bei GOH heute mit einem einzigen kompakten S-SpeedPulse-Gerät aus. Auch der Drahtwechsel etwa zwischen Massivdraht und Fülldraht geht fast von alleine. Weil die Wurzel sicher und tief erfasst wird, können es sich die Schweißer bei GOH jetzt sogar sparen, eine Gegenlage zu schweißen. Dies gelingt dank SpeedPulse. Der von Lorch entwickelte Schweißprozess sorgt für einen fließenden Materialübergang auf das Werkstück. Hierbei folgt auf einen gepulsten Führungstropfen stets ein zweiter, gezielt gesteuerter, sprühlichtbogenartiger Werkstoffübergang. Zusätzlicher Vorzug des Pulsschweißens: Sogar bis zu 10 mm Spaltbreiten lassen sich jetzt problemlos überbrücken und bei den massiven Kugelresonatoren sogar schon mal 120 mm Eindringtiefe mit einer Naht füllen.

Die raumsparende SpeedPulse-Technik von Lorch bietet für GOH noch eine ganze Reihe weiterer Vorteile: Der Lichtbogen steht während der gesamten Brenndauer wie eine Eins. Der Einbrand geht heute trotz einer kleineren Wärmeeinflusszone deutlich tiefer ins Material, dadurch steigt die Belastbarkeit der gesamten Naht. Hinzu kommt weniger Nacharbeit durch weniger Spritzer und nicht zuletzt die höhere Arbeitsgeschwindigkeit. Das Ergebnis sind qualitativ hochwertige Schweißnähte, die jeden Härtetest mit Bravour bestehen. 

Das sagt der Kunde:

„Anstelle eines Tropfens pro Impuls wird dieser Tropfen zu einem nahezu fließenden Materialübergang auf das Werkstück verlängert. Die Draht-Abschmelzleistung steigt und dieses ‚Mehr’ an Material bedeutet mehr Speed. Auch deshalb haben wir dann gleich vier Anlagen angeschafft, obwohl wir zunächst eigentlich nur eine neue geplant hatten. Daraufhin ging alles ganz schnell: Innerhalb einer Woche standen die vier Lorch S-SpeedPulse-Anlagen mit SpeedRoot-Option samt Koffern einsatzbereit auf dem Firmengelände und Ralf Herrmann, Anwendungstechniker bei Lorch, half uns fix beim Einrichten. Dann ging’s ebenso zügig los: Insgesamt sieben Schweißer bearbeiten zurzeit die vom Schlosser vormontierten und punktgeschweißten Bauteile. Je nach Anwendungsfall können unsere Schweißer mit SpeedRoot bis zu dreimal so schnell sein wie beim WIG-Schweißen. Diese Zeitersparnis war neben der Nahtqualität ein Hauptargument für unsere Kaufentscheidung. Seitdem wir mit SpeedPulse und SpeedRoot schweißen, ist die Fehlerquote nahezu gegen Null gegangen. Unser Qualitäts-Managementsystem wurde zwischenzeitlich vom Lloyd’s Register bestätigt. Des Weiteren haben wir die ASME-Zulassung sowie die SELO-Zulassung für den chinesischen Markt. Und rund 10 Prozent leiser ist SpeedPulse beim Schweißen von Stahl und Edelstahl übrigens auch. Das Pulsschweißen füllt die Werkhallen also nun merklich weniger mit Lärm als früher.“

Gunther Heupel,
Geschäftsführer und Fertigungsleiter GOH

Impressionen von GOH

 
Kontakt

Lorch Schweißtechnik GmbH
Im Anwänder 24 – 26
71549 Auenwald
Germany

info(at)lorch.eu

T +49 7191 503-0
F +49 7191 503-199

Vertriebspartnersuche